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Gewichtheben Bundesliga-Rückblick 2021/22 – Mutterstadt übertrifft Erwartungen, Kiel holt in Debüt-Saison den Staffelsieg

Die beiden vom Weightlifting Shop gesponserten Vereine AC Mutterstadt und die Athletenschmiede Kiel haben die Bundesliga-Saison 2021/22 mit starken Leistungen abgeschlossen. Während der ACM seine Erwartungen mit der Finalteilnahme übertroffen hat, konnten die Kieler in ihrer Debüt-Saison in der 2. Bundesliga den Staffelsieg erringen.

„Mit dem Finale werden wir in dieser Saison nichts zu tun haben. Wir müssen versuchen, gegen die Mannschaften Punkte zu holen, mit denen wir auf Augenhöhe sind. Die großen vier – Speyer, Schwedt, Obrigheim und Samswegen – sind in dieser Saison einfach einen Schritt weiter als wir“, hatte Stefan Mohr, sportlicher Leiter des AC Mutterstadt, im Oktober letzten Jahres vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison noch prognostiziert.

Doch sollte er überrascht werden. Zwei der großen vier – Schwedt und Samswegen – ließ der ACM am Ende hinter sich und beendete die Saison auf Platz drei. „Mit diesem Ergebnis sind wir super zufrieden. Mit dem dritten Platz und der Finalteilnahme hatten wir vor der Saison nicht gerechnet.“ Und dass es am Ende zu diesem tollen Ergebnis gekommen ist, dafür hat auch das harmonische Mannschaftsgefüge und eine tolle Stimmung im Team gesorgt. Besonders gut hätte zudem die Integration der jungen Heberinnen, „die trotz wenig Erfahrung eine klasse Runde abgeliefert haben“, funktioniert sowie die durchgehend starken Leistungen der „Etablierten“ wie auch die Konstanz bei der Besetzung der Ausländerpositionen.

Elena Smeenk gehört zu den nationalen Talenten des AC Mutterstadt.

Und wenn Mohr nun auf die Saison zurückblickt, fällt es ihm schwer, welcher Wettkampf ihm am besten in Erinnerung geblieben ist. „Einmal natürlich das Finale mit Speyer und Obrigheim, dann aber auch unser erster Saisonsieg zuhause gegen den SSV Samswegen, der zudem das erste Mal wieder vor Zuschauern stattfinden konnte. Ein Highlight war aber auch der Wettkampf in Chemnitz, bei dem Enzo Kuworge mit seinem letzten Stoßversuch die Finalteilnahme klargemacht hat.“

So ist es nicht verwunderlich, dass sich der sportliche Leiter des ACM rundum zufrieden mit der vergangenen Saison zeigt und auch die Saisonbestleistung von über 840 Relativpunkten hervorhebt. Und an dieser Leistung wollen die Pfälzer nun auch in der kommenden Saison anknüpfen. Ziel sei es, die stärksten Leistungen zu stabilisieren und vielleicht zu steigern, sowie die weitere Entwicklung der jungen Athleten und Athletinnen weiter voranzutreiben. „Dann möchten wir uns weiterhin gegen die Teams auf Augenhöhe durchsetzen und vielleicht auch mal einen überraschenden Punkt holen.“

Athletenschmiede Kiel legt tadellose Debüt-Saison hin

Mindestens genauso zufrieden wie der ACM zeigt sich die Athletenschmiede Kiel mit ihrer Debüt-Saison in der 2. Bundesliga Gewichtheben. In Gruppe A von Liga zwei gewann sie nicht nur jeden einzelnen Wettkampf und musste lediglich einen Stoßpunkt in St. Ilgen abgeben, sondern sicherte sich am Ende sogar noch den Staffelsieg. „Wir sind super zufrieden mit dieser ersten Saison. Wir haben viele neue tolle Menschen kennengelernt und wurden mit unserer Mädelstruppe bei den beiden Auswärtswettkämpfen in St. Ilgen und in Heinsheim super freundlich empfangen“, blickt Sascha Tomkowiak, 1. Vorsitzender der Athletenschmiede zurück.

Die Athletenschmiede Kiel trat in dieser Saison bei fast allen Wettkämpfen mit einer reinen Frauenmannschaft an.

Besonders stolz sei er dabei auch auf die Leistung seiner Athletinnen und Athleten. In jedem Wettkampf hoben die Kieler in ihrer Debüt-Saison weit über 600 Punkte und sind damit das einzige Team in der Staffel, das überhaupt die 600 Punkte-Marke geknackt hat. Doch hat Tomkowiak neben diesen vielen schönen Momenten auch einiges gelernt. So würde seiner Mädelstruppe das Stoßen schwerer fallen, „dafür können sie aber im Reißen mehr punkten“.

Am Ende beendete die Athletenschmiede die Saison vor dem TSV Heinsheim und St. Ilgen aber mit Bravour auf dem ersten Platz. Mit diesem Ergebnis hätte sie sich zwar zusammen mit dem AC Potsdam und dem SV 90 Gräfenroda für das Finale und den Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga qualifiziert, doch aufsteigen wollen die Kieler nach dieser ersten Saison noch nicht.

„Wir besitzen zwar einen qualitativ hochwertigen Kader, aber die Infrastruktur für einen Wettkampfbetrieb in der 1. Bundesliga haben wir noch nicht.“

Sascha Tomkowiak, 1. vorsitzender der Athletenschmiede kiel

Dieser Aufgabe will sich die Athletenschmiede um Tomkowiak nun widmen, um Wettkämpfe noch professioneller ausrichten zu können und aus ihnen auch ein für die Zuschauer attraktives Event zu schaffen. „Die Leistung auf der Bühne haben wir gebracht und unter Beweis gestellt, was wir draufhaben. Hinter den Kulissen haben wir aber noch viel zu tun. Deswegen wollen wir nächste Saison in der 2. Bundesliga noch ein wenig üben, bevor wir auf die ganz große Bühne gehen.“ Und ob das bereits nach der kommenden Saison der Fall sein wird, wird sich zeigen.

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