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Gewichtheben Bundesliga – Mutterstadt und Böbingen landen Coup

Der nächste Wettkampftag in der Bundesliga Gewichtheben ist in den Büchern und sorgte vor allem in Mutterstadt und Böbingen für freudige Gesichter. So setzte sich Erstgenannter knapp gegen den Vizemeister Obrigheim durch und der SGV gewann gegen den Meisterschaftsfavorit SV 90 Gräfenroda.

„Ich bin sprachlos, das ist unglaublich“, sagt Mutterstadts Sportlicher Leiter Stefan Mohr. So hat seine Mannschaft am gestrigen Abend mit 821,2:818,6 Relativpunkten 2:1 gegen den SV Germania Obrigheim gewonnen. „Es ist das erste Mal seitdem wir seit 2012 wieder in der 1. Bundesliga sind, dass wir gegen Obrigheim gewonnen haben. Die Halle war brechend voll und es war eine Wahnsinns Stimmung. Ich bin super stolz auf meine Truppe.“

Im Reißen hatte sich der ACM mit 303,1:318,3 Punkten zunächst noch geschlagen geben müssen, im Stoßen hatte er dann aber die Nase deutlich vorne (518,1:500,3) und siegte somit am Ende mit 2:1 gegen den Vizemeister aus Obrigheim. Mit fünf gültigen Versuchen (140/145/150x, 175/180/184) und 181 Relativpunkten kürte sich Weightlifting Shop-Athlet Max Lang zum besten Heber des Abends.

Die Siegermannschaft des AC Mutterstadt am gestrigen Abend beim Heimkampf.

Für den AV Speyer indes sollte es am gestrigen Abend nicht reichen. Das Team von Abteilungsleiter Frank Hinderberger musste sich am Ende dann doch deutlich mit 736,3:884 Relativpunkten beim SSV Samswegen 0:3 geschlagen geben. „Kurzfristig fielen bei uns noch Jürgen Spieß und Briken Calja aus, damit war die Luft einfach raus. Im Reißen waren wir noch in Reichweite, im Stoßen wurde es dann deutlich, da haben die schweren Jungs von Samswegen für klare Verhältnisse gesorgt”, resümierte Abteilungsleiter Frank Hinderberger.

So avancierte zum punktbesten Heber des Abends in diesem Duell der Pole Arkadiusz Michalski, der 180 Relativpunkte in die Wertung einbrachte. Doch auch die beiden deutschen Athleten Roberto Gutu (164) und Björn Günther (141) sorgten mit ihren Lasten für den Sieg der Gastgeber.

Beim AV Speyer indes lieferte der frisch gebackene Deutsche Meister Simon Brandhuber die meisten Relativpunkte (155). Weightlifting Shop-Athletin Lisa Marie Schweizer erreichte mit sechs gütigen Versuchen und am Ende 93 kg im Reißen und 113 kg im Stoßen 132 Relativpunkte. „Jetzt heißt es Mund abputzen und gegen Roding in zwei Wochen die nötige Reaktion zu zeigen. Es folgen jetzt fünf Pflichtaufgaben”, so Hinderberger.

Potsdam verliert gegen Durlach

Auch in seinem zweiten Bundesliga-Wettkampf reichte es für den AC Potsdam nicht. Gegen den KSV Durlach verlor das Team von Andreas Anker mit 636:704,8 Relativpunkten 0:3. Die meisten Punkte am gestrigen Abend gingen aber dennoch auf das Konto eines Potsdammers. Przemyslaw Budek (109 kg) brachte 132 Relativpunkte in die Wertung ein. Gegen die Leistungen von den Durlach-HeberInnen Marit Ardalsbakke (130), Kevin Schweizer (129,2) und Co. reichte dies aber nicht.  

Im letzten Duell des zweiten Bundesliga-Wettkampftages landete der TB Roding einen 3:0-Heimsieg gegen den TSV Schwedt. Mit 721,6:691,7 Relativpunkten setzten sich die Gastgeber in beiden Teildisziplinen durch und brachten damit nach der Niederlage im ersten Wettkampf gegen Durlach seine ersten drei Punkte aufs Konto.

Böbingen überrascht gegen Gräfenroda

Eine weitere sehr starke Leistung brachte gestern Abend in Liga zwei der SGV Böbingen auf die Plattform. Mit 557,8:519 Relativpunkten setzte sich der Aufsteiger gegen den Meisterschaftsfavoriten am Ende 3:0 durch und setzte damit direkt ein Statement in Staffel B von Liga zwei. „Das ist einfach sensationell“, sagt Böbingen-Trainer Karsten Kluge.

Für den zweiten Aufsteiger in dieser Staffel, den KC Lech, reichte es indes gegen den TSV Waldkirchen nur für einen Punkt. Mit 157:166 Relativpunkten verloren die Gastgeber zunächst die Disziplin Reißen, gewannen dann aber knapp im Stoßen (313:312,5). Mit 470:478,5 im Zweikampf reichte es für den KC Lech dann nicht für den Auftaktsieg.

Im dritten Duell in Gruppe zwei gewann TB 03 Roding II nur ganz knapp, am Ende aber mit 3:0 gegen den AC Weiden (472:470,5). So hatten die Gastgeber im Reißen nur um einen Relativpunkt die Nase vorne und im Stoßen um 0,5. Weightlifting Shop-Athletin Annalena Schmidt absolvierte für den AC Weiden nur die zweite olympische Disziplin und brachte hier drei gültige Versuche in die Wertung (63/67/71).

In Gruppe A von Liga zwei setzte sich Germania St. Ilgen beim TSV Heinsheim 3:0 (624,8:609,6) durch und der Aufsteiger SuS Derne verlor am Ende deutlich gegen den KSV Grünstadt mit 463:654 Punkten. Für die zweite Mannschaft des AC Mutterstadt reichte es am gestrigen Abend nicht für einen Sieg. Mit 526,6:543 Relativpunkten verloren sie ihr Auftaktduell gegen den AC Weinheim. „Trotz der Niederlage hat sich die Mannschaft gut präsentiert, es war ein guter Auftakt in die zweite Liga und darauf können wir aufbauen. Weinheim war einfach ein starker Gegner“, resümierte Mohr.

Das letzte Zweitliga-Duell des gestrigen Abends ging zu Gunsten vom AC Meißen aus. Die Gäste behaupteten sich deutlich mit 538,7:352,4 Relativpunkten beim KG Görlitz-Zittau. Die Begegnung Berliner TSC gegen das Athletenteam Vogtland war abgesagt worden.

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