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Europameisterschaft Gewichtheben – Das österreichische Team

Insgesamt 39 Nationen nehmen vom 28. Mai bis zum 5. Juni an der diesjährigen Europameisterschaft in Tirana, Albanien, teil. Auch das deutsche Nachbarland Österreich schickt vier seiner Athleten und Athletinnen in die albanische Hauptstadt.

Zwei der österreichischen Athleten, die sich ab kommenden Samstag bei der Europameisterschaft in Albanien auf der Plattform beweisen wollen, sind in der deutschen Bundesliga Gewichtheben bereits bestens bekannt. Denn sowohl Hmayak Misakyan als auch sein Landsmann Sargis Martirosjan haben in der vergangenen Saison für den SV Germania Obrigheim gehoben. So feierte Erstgenannter seinen Einstand für Obrigheim beim Bundesliga-Wettkampf gegen TB Roding im Februar und brachte dort 131,6 Relativpunkte (135 kg im Reißen, 160 kg im Stoßen) in die Wertung ein. Der 19-Jährige wurde als Investition in die Zukunft verpflichtet und soll in den kommenden Jahren eine wichtige Stütze im Obrigheimer Team werden. Bei der Europameisterschaft wird er nun in der Gewichtsklasse bis 81 kg antreten.

Der zweifache Olympia-Teilnehmer Sargis Martirosjan indes hebt schon seit mehreren Jahren im Trikot der Germanen und avancierte in der vergangenen Saison zweimal zum punktebesten Heber des Abends. Der 35-Jährige, der bei der EM in der Gewichtsklasse bis 109 kg antreten wird und seit 2014 bei internationalen Wettkämpfen für Österreich teilnimmt, konnte zudem schon einige EM-Medaillen absahnen. Bei der EM in Bukarest 2018 sicherte er sich mit 182 kg im Reißen (-105 kg) den Europameistertitel und gewann zudem im Zweikampf Bronze (384 kg). Zwei weitere Plätze auf dem Treppchen waren ihm bereits 2017 in Split, Kroatien und 2016 bei der EM in Förde, Norwegen, gelungen. Mit 181 kg im Reißen war er in Split auf Rang zwei und in Förde auf Platz drei gelandet.

“Sargis hat gerade zwar Knieprobleme, das wird ihn aber nicht davon abhalten, um eine Medaille zu kämpfen. Vor allem im Reißen kann er vorne mitmischen”, sagt Bundestrainerin und Teamkollegin Victoria Hahn.

Sarah Fischer hat bereits fünf EM-Medaillen gewonnen.

Die 29-Jährige komplettiert zusammen mit Sarah Fischer das EM-Team der Österreicher. Nachdem Hahn im Jahr 2018 noch bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, Südkorea, im Bobfahren angetreten war, hat sie sich seitdem nun voll und ganz dem Gewichtheben verschrieben. So ist die 29-Jährige bereits im vergangenen Jahr bei der EM in Moskau angetreten, konnte dort aber in der Gewichtsklasse bis 71 kg nur zwei ihrer sechs Versuche gültig in die Wertung bringen.

Dennoch ist die Österreicherin nicht zu unterschätzen. In den vergangenen sechs Jahren war sie fünfmal Dreifachstaatsmeisterin im Gewichtheben (Reißen, Stoßen und Zweikampf), konnte drei Mal den Meistertitel in der Bundesliga mit dem SK Voest gewinnen und hält zudem in den Gewichtsklassen bis 71 und bis 76 Kilo insgesamt fünf österreichische Rekorde (Stand 22. April 2022). Bei der EM in Albanien wird sie nun in der Gewichtsklasse bis 71 kg an den Start gehen. “Mein persönliches Ziel ist es, die österreichischen Rekorde zu verbessern und einen guten Wettkampf zu machen.”

Bereits bei der EM im vergangenen Jahr in Moskau war die Österreicherin Victoria Hahn angetreten.

Für Sarah Fischer indes wird die kommende Europameisterschaft ihre dritte im Senioren-Bereich sein. Bei ihrer ersten EM 2018 in Batumi gewann sie in der Gewichtsklasse bis 90 kg im Zweikampf Silber und im Reißen sowie Stoßen Bronze. Und an diesen Erfolgen konnte sie auch im darauffolgenden Jahr in Batumi anknüpfen. In der Kategorie bis 87 kg erreichte sie im Stoßen und im Zweikampf den dritten Platz. Die 21-Jährige war zudem bei den Olympischen Spielen in Tokyo im vergangenen Jahr vertreten und erreichte dort in der Gesamtwertung den zehnten Rang. “Sarah hat beim letzten Vorbereitungskampf mit 104 kg sowie 134 kg und damit einer neuen Bestleistung im Zweikampf gezeigt, dass sie super in Form ist.”

Somit reist das österreichische Team mit vier starken Heber und Heberinnen nach Albanien und die Chancen auf die ein oder andere Medaille stehen nicht schlecht. “Wir sind zwar ein kleines Team, aber mit Sarah und Sargis haben wir zwei Athleten, die jederzeit mit einer Medaille überraschen können. Das haben sie in den vergangenen Jahren des Öfteren unter Beweis gestellt.”

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