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Deutsche Meisterschaft 2022 – Kluge: „Wir sind überwältigt, wie groß der Zuspruch gewesen ist“

Zwei Jahre lang hat sich das Organisationsteam vom SGV Böbingen um Karsten Kluge auf die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im Gewichtheben vorbereitet, nun ist diese schon wieder erfolgreich über die Bühne gegangen. In einem Interview spricht Hauptorganisator Kluge über die rundum gelungene Veranstaltung.

„Wir sind überwältigt, wie groß der Zuspruch gewesen ist“, resümiert der Hauptorganisator der Deutschen Meisterschaft Karsten Kluge. Nach zwei coronabedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021 hatte die DM am vergangenen Wochenende endlich stattfinden können und das mit vollem Erfolg.

„Selbst am Freitag war die Halle sehr gut besucht und am Samstag war sie dann bis auf den letzten Platz besetzt. Damit waren mehr als 500 Zuschauer in der Halle, die für eine super Atmosphäre und Stimmung gesorgt haben“, freut sich Kluge. Und nicht nur über 500 Leute in der Halle haben die Wettkämpfe verfolgt, auch über den Livestream haben mehrere tausend Leute die spannenden Duell angesehen. So verzeichnete der Livestream am Freitag über 13.000 Aufrufe, am Samstag waren es 48.000 und am Sonntag 18.000. „Normalerweise schauen sich den Livestream nur eine knapp dreistellige Zahl an, nun waren wir sogar fünfstellig.“

Einen großen Anteil daran hatten auch die Kommentatoren des Livestreams Daniel Dettlaff und Lino Miller. Mit Fachwissen und interessanten aber auch lustigen Geschichten moderierten die beiden den Livestream unterhaltsam und informativ. Zwischendurch hatten die beiden auch den ein oder anderen Gast, darunter Lisa Marie Schweizer und Sabine Kusterer, neben sich sitzen, der den Zuschauern weiteres Hintergrundwissen lieferte und die Versuche analysierte.

Die Livestream-Kommentatoren Daniel Dettlaff und Lino Miller

Dass die Zuschauer einen solch hervorragenden Livestream mit Wiederholungen und Zeitlupen zur Verfügung hatten und auch in der Halle den Leuten eine LED-Leinwand und viele Extras geboten werden konnte, lag vor allem an der sehr guten technischen Organisation des SGV Böbingen. Mit mehr als zehn Laptops und vielen Metern Kabel in der ganzen Halle hatte sich der Ausrichter ein eigenes Netzwerk aufgebaut. „Einfach kurzfristig einen derart großen Wettkampf auszurichten, funktioniert nicht mal eben so. Dafür braucht es sehr viel Material.“

Sehenswerte und spannende Duelle

Dass die DM einen solch großen Zuspruch bekommen hat, lag zum einen an der grandiosen Organisation und zum anderen an den qualitativ hochwertigen Duellen, die sich die Athleten und Athletinnen auf der Plattform lieferten. So gehörten der Wettkampf in der Frauen-Gewichtsklasse bis 64 kg zwischen Sabine Kusterer und Antonia Ackermann, das Duell zwischen Lisa Marie Schweizer, Lara Dancz und Amelie Hörner in der Kategorie bis 71 kg sowie der Kampf zwischen Salina Ahmetov und Lena Tomkowiak in der Gewichtsklasse bis 59 kg zu den Highlights der Deutschen Meisterschaft. „Dann hat Nico Müller in der Kategorie bis 89 kg noch 200 kg gestoßen, das sieht man auch nicht alle Tage“, blickt Kluge zurück.

Was diese Duelle zudem gezeigt haben, ist, dass die mittleren Gewichtsklassen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sehr gut besetzt sind. Alleine in der Kategorie bis 59 kg waren am Freitag über 20 Teilnehmerinnen angetreten. „Daraus haben wir im Nachhinein den Schluss gezogen, dass teilweise zu viele Athleten und Athletinnen in einer Gruppe gehoben haben. Wenn der Wettkampf dann über drei Stunden geht, geht die Spannung verloren. Eine Überlegung wäre hier, die Top-Heber und -Heberinnen in einer separaten Gruppe antreten zu lassen.“

Lena Tomkowiak verpasste den Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 59 kg knapp.

Und nicht nur über die Anzahl in den Gruppen auch über die Dauer der Deutschen Meisterschaft zieht Kluge nun nach der DM seine Schlüsse. „Um es für die Zuschauer attraktiver zu machen, könnte man die Veranstaltung auf zwei Tage kürzen. Drei Tage waren zu lang, das hat man am Sonntag dann gemerkt.“

Kluge: „Eine rundum gelungene Veranstaltung“

Und auch wenn Kluge die ein oder andere Sache im Nachhinein anders gemacht hätte, ist er mit dem Ablauf der Deutschen Meisterschaft sehr zufrieden. „Das war eine rundum gelungene Veranstaltung, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat.“

Eine erneute Ausrichtung der DM im nächsten Jahr sieht der Hauptorganisator aber erst einmal nicht. „Wir haben diesen Wettkampf über zwei Jahre lang vorbereitet, am vergangenen Wochenende auf den Punkt gebracht und das lassen wir jetzt erst einmal sacken. In den nächsten zwei Jahren wird in dieser Hinsicht bei uns nichts passieren, danach werden wir uns vielleicht nochmal damit beschäftigen“, blickt Kluge voraus.

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