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Bundesliga Gewichtheben – Weiter geht’s nach kurzer Winterpause

Die kurze Winterpause ist abgeschlossen und die Bundesliga-Teams stehen in den Startlöchern. Am Samstag findet der nächste Bundesliga-Wettkampf statt und die Entscheidung, wer sich für das Finale oder aber für den Aufstieg ins Oberhaus qualifiziert, rückt immer näher.

Gerade einmal knappe vier Wochen ist der letzte Bundesliga-Wettkampftag her und schon ist die Winterpause beendet und die ersten Duelle des neuen Jahres stehen an. „Jeder hat eine kleine Pause gemacht. Wir stehen also am Anfang einer neuen Vorbereitung“, sagt Obrigheims Teamchef Manuel Noe vor dem Duell gegen den AC Potsdam.

Seine Mannschaft hat sich im vergangenen Jahr erst zwei Duellen stellen müssen und ging aus diesen mit einer Niederlage und einem Sieg hervor. „Mir hat nach der Niederlage gegen Mutterstadt die Reaktion der Mannschaft gut gefallen. Wir konnten mit einem deutlichen Sieg in Roding in die Weihnachtspause gehen“, so Noe. Für das Duell gegen Potsdam stehen ihm nun alle HeberInnen zur Verfügung und Ziel ist es ganz klar ein Sieg gegen die Potsdamer zu holen. „Unsere Gäste haben in den ersten Begegnungen nur einen Wettkampf über 650 Punkte gemacht. Alles andere als ein Sieg für uns wäre eine richtige Überraschung. Aber wir sind nach dem Mutterstadt-Wettkampf auch gewarnt. Das darf uns nicht mehr passieren.“

Jahresrückblick des AC Potsdam

Der AC Potsdam indes begibt sich zum ersten Mal nach Obrigheim und gastiert dort in der Neckarhalle. Das Team von Trainer Andreas Anker wird gegen die Baden-Württemberger mit derselben Mannschaft wie schon zum Jahresabschluss gegen Speyer antreten, sieht die Chancen beim Finalfavoriten Obrigheim aber eher gering an. „Obrigheim will nicht nur ins Finale einziehen, sondern es auch austragen und am Ende den Pokal in den Händen halten. Deswegen denke ich, dass sie am Samstag in Bestform antreten werden, um auch die nötigen Kleinpunkte zu holen“, schätzt Anker den kommenden Gegner ein.

Dennoch ist die Freude beim AC Potsdam groß, in Obrigheim heben zu dürfen. So ist für Anker die Neckarhalle eine der besten Wettkampfstätten mit einem tollen Publikum und genau das will Obrigheim seinen Gästen am Samstag auch bieten. „Ich hoffe, dass die tolle Atmosphäre in der Neckarhalle dazu beiträgt, dass es für die Potsdamer zu einer neuen Saisonbestleistung reicht und sie ihre gewünschte Leistung auf unsere Bühne bringen“, sagt Obrigheims Teamchef Noe.

Mutterstadt erwartet enges Duell gegen Roding

Für den vom Weightlifting Shop gesponserten AC Mutterstadt geht es zum Auftakt nach der Winterpause gegen den TB Roding. Der ACM hatte sich im vergangenen Jahr schon den drei großen Finalfavoriten Speyer, Obrigheim und Samswegen stellen müssen und ist aus diesen Duellen mit 3:6 Punkten herausgegangen. „Mit diesen drei Gegnern zu Beginn kann man schnell mal mit 0:9 Punkten dastehen. Wir haben drei Punkte geholt und damit können wir gut leben. Vergangene Saison hatten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings schon vier Punkte und vielleicht gibt dieser eine Punkt am Ende den Ausschlag“, blickt Stefan Mohr, Sportlicher Leiter von Mutterstadt, zurück.

Seine Vorgabe für den Wettkampf gegen Roding lautet natürlich einen Sieg zu holen, doch weiß Mohr, dass dieses Duell kein Selbstläufer werden wird. So ist die personelle Lage beim ACM angespannt, da sowohl der Niederländer Enzo Kuworge als auch der Bulgare Hristo Hristov am Samstag nicht zur Verfügung stehen werden. Zudem sei Roding ein Gegner, der gegen den ACM immer besonders motiviert ist. „Der TB hat gegen uns bisher immer 100 Prozent ihrer Leistung abgerufen und alles herausgeholt. Deswegen schätze ich die Rodinger so ein, dass sie gegen uns Gas geben werden und es eine enge Geschichte wird.“  

Speyer will sich Chance aufs Finale offenhalten

„Die Hälfte der Saison ist für uns zu Ende und ich muss sagen, es war eine sehr zähe Angelegenheit“, resümiert Speyer-Abteilungsleiter Frank Hinderberger. Seine Mannschaft war mit einem knappen 3:0-Sieg gegen Mutterstadt erfolgreich in die Saison gestartet, hatte daraufhin eine 0:3-Niederlage in Samswegen einstecken müssen, konnte daraufhin aber wieder gegen Roding und in Potsdam Erfolge feiern.

„Zahlreiche personelle Ausfälle führten wie ein roter Faden durch alle Wettkämpfe. Zum Teil haben die ausländischen Gastheber am Mittwoch vor dem Kampf abgesagt, Sportler wie Simon Brandhuber und Jürgen Spieß fielen punktuell aus und Milena Thiele verpasste verletzungsbedingt die ersten drei Kämpfe. Mit all diesen Schwierigkeiten grenzt es fast an ein Wunder, dass wir überhaupt noch die Möglichkeit haben, uns für das Finale qualifizieren zu können.“

Milena Thiele bestreitet am Samstag ihren zweiten Wettkampf für den AV Speyer.

Und diese Chance will sich der AV Speyer um die Weightlifting Shop-Athletinnen Lisa Marie Schweizer und Milena Thiele am Samstag mit einem 3:0-Sieg gegen den Chemnitzer AC offenhalten. Wie die Gäste indes auftreten werden, bleibt abzuwarten. So hatte Chemnitz bei seinem Wettkampf in Durlach mit nur fünf AthletInnen keine Chance gehabt, zeigte gegen Schwedt mit über 800 Relativpunkten aber eine beeindruckende Leistung.

Doch Speyer ist für das anstehende Duell gegen die Sachsen gut aufgestellt. So heben am Samstag auf der Ausländerposition der Albaner Briken Calja sowie die frischgebackene Weltmeisterin Solfried Koanda aus Norwegen und auch die restliche Speyer-Mannschaft steht zur Verfügung. „Wir sind so aufgestellt, dass wir auf alle Eventualitäten reagieren können und auch darauf, wenn Chemnitz uns ärgern will.“

Im vierten und letzten Duell des kommenden Bundesliga-Wettkampftages ist der KSV Durlach beim TSV Schwedt zu Gast. Während Erstgenannter in seinen ersten Duellen gegen Roding, in Potsdam und gegen den Chemnitzer AC drei Siege einfahren konnte, hatte sich Schwedt gegen Samswegen, in Roding und beim CAC dreimal geschlagen geben müssen. Als Favorit in diesen Wettkampf geht demnach der KSV Durlach, dessen Saisonbestleistung aktuell bei 728 Punkten liegt.

Auch Liga zwei geht in nächste Runde

Insgesamt neun weitere Duelle finden am Samstag im Unterhaus der Bundesliga Gewichtheben statt. So kann in Staffel A auch die zweite Mannschaft des AC Mutterstadt wieder antreten. Den letzten Wettkampf vor der Winterpause gegen Osnabrück hatte der ACM personell bedingt noch absagen müssen, nun gastiert am Samstag der Aufsteiger SuS Dortmund Derne bei den Pfälzern. „Es wird schwer gegen Dortmund Punkte zu holen, aber das ist auch nur zweitranging, denn wir werden drei Nachwuchsheber aus der AK 16 einsetzen und da ist entscheidend, dass diese Präsenz zeigen und ihre Erfahrungen machen“, betont Mohr.

In den beiden weiteren Wettkämpfen in Gruppe A treffen indes der KSV Grünstadt und der Kraft- und Athletikklub Osnabrück sowie im Top-Duell der AC Weinheim und St. Ilgen aufeinander.

Aufsteiger-Duell in Staffel B

In Staffel B der zweiten Liga kommt es am Samstag zu einem spannenden Aufsteiger-Duell zwischen dem KC Lech und dem SGV Böbingen. Beide Mannschaften zeigen sich mit ihren ersten Wettkämpfen zufrieden, so überwinterte Böbingen etwas überraschend nach drei Siegen in Serie an der Tabellenspitze und Lech holte vier Punkte aus seinen ersten zwei Begegnungen. „Wir sind diese beiden Wettkämpfe nicht in Bestbesetzung angetreten und haben dennoch gut gepunktet. So ist es immer spannend gegen Waldkirchen zu heben, da hat es leider nicht ganz für einen Sieg gereicht (1:2). Gegen Suhl indes war es rechnerisch vor der Begegnung sehr knapp, dass es dann so deutlich ausging war überraschend (3:0)“, resümiert Lech-Mannschaftsführer Sebastian Tracksdorf.

Dem KC LEch gelang mit vier punkten aus den ersten beiden duellen ein starker auftakt in der 2. bundesliga.

Gegen Böbingen rechnet der Mannschaftsführer nun mit mehr Punkten als in den ersten beiden Duellen, so hat sich Lech über den Jahreswechsel mit zwei Leuten verstärkt, von denen ein Heber am Samstag direkt sein Debüt feiern wird, und auch Weightlifting Shop-Athletin Katharina Isele, die sich 80 kg im Reißen und 105 kg im Stoßen vorgenommen hat, wird das erste Mal in den Reihen des KC stehen.

Dennoch sieht Tracksdorf die Gäste als Tabellenerster in der Favoritenrolle und ist gespannt, ob es für den ein oder anderen Überraschungspunkt reichen wird. Ein ebenfalls enges und spannendes Duell erwartet Böbingen-Trainer Karsten Kluge. Der Abteilungsleiter vom SGV sieht die Gastgeber als Favoriten, auch unter anderem deswegen, weil Isele erstmals für Lech heben wird.

Wir haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun, schauen jetzt nach vorne und wollen die Tabellenführung so lange wie möglich verteidigen. Ich erwarte, dass Lech mindestens 530 Punkte hebt und dann wird es eine ganz harte Nuss für uns. Ziel ist es aber sicherlich in der ein oder anderen Teildisziplin einen Punkt zu holen.“

Karsten Kluge, Trainer SGV Böbingen

Dabei muss der Böbingen-Trainer am Samstag allerdings auf Jule Kopp verzichten, die restliche Mannschaft steht ihm aber zur Verfügung. „Da über Weihnachten alle Pause gemacht haben, befinden sich die HeberInnen nun alle am Anfang eines neuen Trainingszyklus. Deswegen kann man am Samstag noch keine Top-Leistungen erwarten, aber natürlich sind sie motiviert und freuen sich auf das Duell.“

Zudem finden zwei weitere Wettkämpfe am Samstag in Staffel B statt. Während der TSV Waldkirchen den AC Weiden um Weightlifting Shop-Athletin Annalena Schmidt empfängt, gastiert TB Roding II beim AC Suhl.

Weiße Weste für Kiel

Wie auch der SGV Böbingen hat die Athletenschmiede Kiel ohne Punktverlust an der Tabellenspitze überwintert. Nach drei Siegen gegen SV Empor Berlin, beim Athletenteam Vogtland und zuletzt gegen KG Görlitz Zittau sind die Kieler nun bei der SG Fortschritt Eibau zu Gast. „Das soll unser bester Wettkampf in der laufenden Saison werden. Doch die Krankheitswelle hat auch uns nicht verschont und wir müssen hoffen, dass bis Samstag alle fit sind bzw. bleiben. Denn ich glaube, dass auch Eibau an einem guten Tag 600 Punkte heben kann“, blickt Sascha Tomkowiak, 1. Vorsitzender der Athletenschmiede, voraus.

Der Wettkampf in Eibau, bei dem auf Seiten der Gastgeber auch die Weightlifting Shop-AthletInnen Nancy und Erik Ludwig zum Einsatz kommen, wird also kein Selbstläufer, doch können die Kieler ein neues Gesicht in ihren Reihen begrüßen. So wird die deutsche Kaderathletin Amelie Hörner erstmals für die Athletenschmiede antreten.  

Während Kiel also in Eibau seine nächsten drei Punkte einfahren will, kommt es in den beiden letzten Begegnungen im deutschen Unterhaus zu dem Stadtderby zwischen SV Empor Berlin und dem Berliner TSV und der AC Meißen empfängt das Athletenteam Vogtland.

Folgende Wettkämpfe können auch per Livestream verfolgt werden:
LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 2. Bundesliga Gewichtheben: KC Lech – SGV Böbingen (16:50 Uhr)

LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 2. Bundesliga Gewichtheben: SV Empor Berlin – Berliner TSC (17:00 Uhr)

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