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Bundesliga Gewichtheben – Mutterstadt und Kiel zeigen sich souverän

Zum Jahresauftakt konnten in der 1. Bundesliga Gewichtheben der AC Mutterstadt, der AV Speyer, der SV Germania Obrigheim und der KSV Durlach ohne Punktverlust überzeugen. Die Athletenschmiede Kiel behielt in Liga zwei ebenfalls eine Weiße Weste, der SGV Böbingen indes musste sich in Lech nur knapp geschlagen geben.

Der erste Wettkampftag der Bundesliga Gewichtheben im Jahr 2023 ist in den Büchern. Erfolgreich zeigte sich hier u.a. der AC Mutterstadt, der in einer vollen Halle vor heimischen Publikum 3:0 gegen TB Roding gewann (717,7:613,2). „Wir sind sehr zufrieden, dass wir diesen Wettkampf 3:0 gewonnen haben. Wir haben im Vorfeld gedacht, dass dieses Duell viel enger werden könnte“, resümierte Stefan Mohr, Sportlicher Leiter vom ACM.

So hatte das Personal-Pech der Rodinger Mutterstadt in die Karten gespielt. Die Gäste hatten ebenfalls auf einige HeberInnen verzichten müssen, sodass sich die beiden Mannschaften schließlich auf Augenhöhe begegneten. Zum punktbesten Heber des Abends avancierte am gestrigen Abend der Weightlifting Shop-Athlet Max Lang mit fünf gültigen Versuchen (125/130x/133, 155/160/163) und 145 Relativpunkten. Auf Seiten der Rodinger brachte Petr Stransky die meisten Punkte in die Wertung ein (128).

Tolle Kulisse in Obrigheim

„Leider konnten wir keine Punkte aus Obrigheim mitnehmen, aber es war ein super Kampf vor toller Kulisse“, sagte Potsdam-Trainer Andreas Anker. Seine Mannschaft hatte sich in der Neckarhalle mit 606:753 Relativpunkten zwar 0:3 geschlagen geben müssen, doch ist Anker dennoch zufrieden mit der Leistung seiner HeberInnen. Besonders hervor hebt er hier Laura Viol und Alexander Fischer – die beiden jüngsten AthletInnen – die jeweils sechs gültige Versuche und neue Relativbestleistungen erreicht hatten (104 Punkte Viol, 105 Punkte Fischer).

Für eine neue Saisonbestleistung reichte es für die Potsdamer am gestrigen Abend allerdings nicht. Kurzfristig hatte Anker einen Stammheber austauschen müssen, sodass nur 606 Punkte zu Tage kamen. „Da hatten wir uns eigentlich etwas mehr vorgenommen. Dennoch ist Obrigheim immer eine Reise Wert und es macht sehr viel Spaß, dort zu heben.“

Die Gastgeber indes ließen bei ihrem Wettkampf nichts anbrennen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Die meisten Relativpunkte für die Obrigheimer erreichte der Spanier Acorán Juan Hernández Mendoza mit 152 Punkten, Weightlifting Shop-Athletin Lena Tomkowiak indes brachte mit vier gültigen Versuchen (68/71/73x, 92/96x/96) 120 Relativpunkte in die Wertung ein.

Speyer macht wichtigen Schritt in Richtung Finale

Der AV Speyer hat seine Hausaufgaben gemacht und einen 3:0-Sieg gegen den Chemnitzer AC eingefahren. Die Mannschaft von Abteilungsleiter Frank Hinderberger setzte sich gegen die Sachsen mit 752,6:644 Relativpunkten durch und hat somit in Richtung Finale einen wichtigen Schritt gemacht. „Das war ein rundum gelungener Abend mit kleinen Spannungsspitzen. Briken Calja hatte seine ersten beiden Versuche in den Sand gesetzt und da begann kurz das Zittern. Im dritten Versuch bewältige der Albaner die Last dann aber sicher”, sagte Speyer-Abteilungsleiter Frank Hinderberger.

Mit 157 Relativpunkten erreichte wie erwartet die frisch gebackene Weltmeisterin Solfried Koanda aus Norwegen das beste Ergebnis des Abends, sie brachte 104 kg im Reißen und 143 kg im Stoßen gültig in die Wertung ein. „Das Debüt von Solfrid Koanda, die auf Anhieb Tagesbeste wurde ist definitiv hervorzuheben. Zudem feierte Tom Schwarzbach nach drei Jahren “Heberrente” sein Comeback und hat mit 155 Kilo im Stoßen direkt ein Ausrufezeichen gesetzt.”

Einen sehr erfolgreichen Wettkampf zeigte auch Weightlifting Shop-Athletin Milena Thiele auf der Plattform. Sie behielt mit sechs gültigen Versuchen eine Weiße Weste (76/79/81, 94/97/100) und erreichte so am Ende 115 Relativpunkte. Weightlifting Shop-Athletin Lisa Marie Schweizer indes trat nur in der Teildisziplin Reißen an und steuerte so mit gültigen 80 kg, 83 kg und 86 kg 50 Relativpunkte hinzu.

Milena Thiele erreichte in ihrem letzten Stoßversuch 100 kg.

Im vierten und letzten Duell des ersten Wettkampftages im Jahr 2023 kam es zu dem Duell zwischen dem TSV Schwedt und dem KSV Durlach. Letztgenannter wurde hier seiner Favoritenrolle gerecht und gewann bei den Schwedtern mit 701,8:649,8 Relativpunkten 3:0. Damit ist Durlach in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen und zudem ohne Punktverlust. Spannend wird es für die Karlsruher nun in zwei Wochen, wenn sie im Spitzenduell auf den AV Speyer treffen.

Drei Youngster feiern Debüt bei Mutterstadt II

Auch in Liga zwei der Bundesliga Gewichtheben gab es am gestrigen Samstag spannende Wettkämpfe zu sehen. So setzte sich in Staffel A im Top-Duell der AC Weinheim knapp mit 2:1 gegen St. Ilgen durch (514,3:491). Während der Reiß-Punkte zunächst ganz klar an die Gastgeber gegangen war, konnte sich St. Ilgen im Stoßen zurückkämpfen, für einen Sieg reichte es für die Gäste dennoch nicht.

Die zweite Mannschaft des AC Mutterstadt indes konnte gegen den Aufsteiger SuS Dortmund Derne keinen Punkt holen. Mit 352,4:394,6 Relativpunkten verlor der ACM 0:3. Ein starkes Debüt auf der Zweitliga-Plattform konnten dennoch die drei Jung-HeberInnen des AC Mutterstadt feiern. So behielt Jaron Kihm eine Weiße Weste und Maja Lorenz sowie Amelie Breuer mussten jeweils nur einen Fehlversuch hinnehmen.

Im dritten und letzten Duell in Staffel A siegte der KSV Grünstadt souverän gegen den Kraft- und Athletikklub Osnabrück. Die Gastgeber setzten sich mit 557,2:203 Relativpunkten (3:0) deutlich gegen den Aufsteiger durch.

Böbingen muss erste Niederlage hinnehmen

In Gruppe B von Liga zwei hat der SGV Böbingen seine erste Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Karsten Kluge hatte sich beim KC Lech mit 509,6:517,6 1:2 geschlagen geben müssen. „Die Niederlage war im Vorhinein schon abzusehen, aber wir wollten zumindest einen Punkt holen und das haben wir auch erreicht“, resümierte Böbingen-Trainer Kluge.

Die Gäste hatten sich zunächst im Reißen mit 178,8:194,3 dem KC Lech geschlagen geben müssen, holten im Stoßen dann aber das Maximum aus sich heraus. Mit 330,8:323,3 ging der Stoßpunkt so schließlich an Böbingen, was Kluge am Ende zufrieden stellt.

„Wir haben im Stoßen taktisch sehr gut gearbeitet und Lech so unter Druck gesetzt. Die Teildisziplin Reißen verlief im ersten Block nicht optimal, aber wichtig war, dass die Mannschaft danach im Stoßen den nicht Kopf nicht hängen gelassen und aufgegeben hat.“

Karsten Kluge, Trainer SGV Böbingen

Der Aufsteiger aus Lech indes erreichte mit 517,6 Relativpunkten eine neue Saisonbestleistung und holte seinen sechsten Punkt. Weightlifting Shop-Athletin Katharina Isele konnte ihr Vorhaben von 80 kg im Reißen umsetzen, im Stoßen daraufhin aber nur ihren ersten Versuch von 98 kg (98/104x/104x) gültig in die Wertung bringen.

In den beiden weiteren Duellen in Staffel B gelang dem TSV Waldkirchen ein knapper 2:1-Sieg gegen den AC Weiden (471:463) und der AC Suhl gewann gegen TB Roding II 3:0 (428,4:358).

Kiel zeigt sich weiterhin souverän

Zum Jahresauftakt hat die Athletenschmiede Kiel einen sehr souveränen 3:0-Erfolg bei der SG Fortschritt Eibau eingefahren. Mit 664,6:537 Relativpunkten behielt die Mannschaft von Sascha Tomkowiak nicht nur eine Weiße Weste, sondern erreichte auch noch eine neue Saisonbestleistung. Zur punktbesten Athletin des Abends avancierte für die Kieler die Gastheberin Jessica Gordon Brown aus England, die 143 Relativpunkte erreichte. „Wir haben jetzt vier von sechs Wettkämpfen und unserem Ziel damit ein Stück näher gekommen. Insgesamt war es ein sehr gelungener Wettkampf, bei dem Eibau uns super empfangen und für eine tolle Stimmung in der Halle gesorgt hat”, so Tomkowiak.

Bei der SG Fortschritt Eibau indes kamen die beiden Weightlifting Shop-AthletInnen Erik und Nancy Ludwig zum Zuge. Während Erstgenannter mit fünf gültigen Versuchen (132/136/140x, 155/165/170) 113 Relativpunkte in die Wertung einbrachte, gelangen Nancy Ludwig sechs gültige Versuche (67/70/72, 78/82/85) und 98 Zähler.

Die Mannschaften der SG Fortschritt Eibau und der Athletenschmiede Kiel

Im zweiten Duell in Staffel C setzte sich im Stadtduell denkbar knapp der Berliner TSC gegen SV Empor Berlin durch. Die beiden Mannschaften trennte am Ende lediglich ein halber Punkt, sodass schließlich der Berliner TSC den Wettkampf mit 524:523,5 und 2:1 gewann.

Die dritte Begegnung in Gruppe C ging dann um einiges deutlicher aus. 438,4:280 Relativpunkten setzte sich der AC Meißen gegen das Athletenteam Vogtland durch.

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