Dein Magazin rund um gewichtheben, kraftsport und fitness

Bundesliga Gewichtheben – Kiel und Böbingen überwintern an der Spitze, Mutterstadt legt Protest in Samswegen ein

Der letzte Bundesliga-Wettkampftag des Jahres 2022 ist in Büchern. Während Speyer und Obrigheim einen wichtigen Schritt in Richtung Finale gemacht haben, stellte beim SSV Samswegen ein technischer Fehler das Duell gegen Mutterstadt in den Schatten. In Liga zwei indes überwintern der SGV Böbingen und die Athletenschmiede Kiel nach ihren Siegen auf Rang eins.

Das letzte Bundesliga-Duell des Jahres begann für den SSV Samswegen und den AC Mutterstadt bereits holprig, als das Programm des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) abstürzte und die beiden Mannschaften mit Startkarten und einer Excel-Datei arbeiten mussten. Nachdem das Team von Stefan Mohr dann im Reißen knapp zum Sieger gekürt worden war, fiel dem SSV Samswegen in der zweiten Gruppe im Stoßen ein Fehler auf. „In der Excel-Datei war der Relativabzug von Annika Pilz falsch eingetragen worden – und zwar zu hoch. Den hat Samswegen dann nachträglich korrigiert, sodass wir das Reißen doch verloren hatten“, erklärt Mutterstadts Sportlicher Leiter Mohr.

Trotz der Verwirrung während des Wettkampfes ließ sich sein Team davon aber nicht beeinflussen. Etwas überraschend aber mit einer tollen Mannschaftsleistung, bei der Max Lang mit 167 Punkten zum punktbesten Mutterstädter avancierte, erkämpfte sich der ACM daraufhin im Stoßen den Punkt. So lautete das Ergebnis am Ende 775:766,6 und damit 2:1 zu Gunsten des SSV Samswegen. „Trotz allem sind wir super zufrieden und damit, dass wir einen Punkt geholt haben, haben wir überhaupt nicht gerechnet. Dennoch haben wir Protest eingelegt, der vor die entsprechenden Instanzen vom Rechtsausschuss geht.“

Obrigheim schlägt Roding, Speyer gewinnt in Potsdam

In seinem zweiten Bundesliga-Wettkampf dieser Saison hat der SV Germania Obrigheim einen souveränen 3:0-Sieg beim TB Roding eingefahren. Das Team von Manuel Noe schlug die Gastgeber mit 849,4:730,2 Relativpunkten und hat damit einen wichtigen Schritt in Richtung Finale gemacht. Zum punktbesten Heber des Abends kürte sich der WM-Teilnehmer Nico Müller, der nach sechs gültigen Versuchen und 150 kg im Reißen sowie 192 kg im Stoßen 162,4 Relativpunkte in die Wertung einbrachte. Weightlifting Shop-Athletin Lena Tomkowiak indes gelangen vier gültige Versuche (74/77x/77x, 90/94/97) und erreichte so schließlich 124 Punkte für ihr Team.

Auch der AV Speyer hat an seinem dritten Wettkampftag seine Aufgabe erfüllt und in Richtung Finale einen wichtigen 3:0-Erfolg beim Bundesliga-Neuling AC Potsdam eingefahren. Mit 736:655 Relativpunkten setzte sich die Mannschaft um Weightlifting Shop-Athletin Lisa Marie Schweizer beim Aufsteiger durch. Der WM-Teilnehmerin gelangen dabei fünf gültige Versuche (90/93/95, 107/110/113x), auf ihren letzten Stoßversuch verzichtete die 27-Jährige.

Auch Milena Thiele zeigte bei ihrem Debüt für den AV Speyer einen souveränen Wettkampf auf der Plattform. Nach ihrer Handgelenksverletzung gelangen ihr alle sechs Versuche (72/75/78, 88/92/96), die am Ende 106 Punkte in die Wertung einbrachten. Die Belgierin Nina Sterckx indes avancierte mit 92 kg im Reißen sowie 113 kg im Stoßen und damit 160 Relativpunkten zur punktbesten Heberin des Wettkampfes. Zudem blieb das Team von Speyer-Abteilungsleiter Frank Hinderberger bis auf den Verzicht von Schweizer im 3. Stoßversuch in Potsdam ohne weiteren Fehlversuch.

Doch auch der AC Potsdam zeigte gegen den amtierenden Deutschen Meister einen starken Wettkampf. So musste das Team von Andreas Anker lediglich fünf Fehlversuche hinnehmen, von denen drei eine Bestleistung gewesen wären. „Wie erwartet gingen die drei Punkte an Speyer, doch wir konnten uns dennoch nochmal steigern. In einer vollen Halle mit super Stimmung haben die ZuschauerInnen tolle Leistungen auf beiden Seiten gesehen. Insgesamt war dieser Wettkampf eine tolle Werbung für unseren Sport.“

Im letzten Bundesliga-Duell des Jahres waren der Chemnitzer AC und der TSV Schwedt aufeinandergetroffen – zu diesem Wettkampf liegt bisher aber noch kein Ergebnis vor.

Böbingen und Kiel überwintern auf Platz eins

Der SGV Böbingen hat in seinem dritten Saison-Wettkampf in Staffel B von Liga zwei seinen dritten Sieg in Serie eingefahren und damit einen perfekten Saisonabschluss gefeiert. Mit 525,2:379 Relativpunkten setzte sich die Mannschaft von Trainer Karsten Kluge souverän gegen den AC Suhl durch und überwintert damit ohne Punktverlust an der Spitze der Tabelle. „Das war ein toller Heimsieg mit vielen neuen Bestleistungen. Wir mussten zwar kurzfristig auf Marius Oechsle verzichten, trotzdem hat das Team eine überragende Leistung gezeigt“, resümierte Kluge.

In einer vollen Halle mit toller Stimmung behielt Böbingen so eine Weiße Weste und geht nun mit großer Motivation ins neue Jahr. „Wir freuen uns schon auf den nächsten Wettkampf beim KC Lech“, blickt Böbingens Trainer voraus.

Mit drei Siegen in Serie überwintert der SGV Böbingen an der Tabellenspitze.

In den weiteren beiden Duellen von Gruppe B setzte sich TB Roding II gegen den TSV Waldkirchen durch (3:0) und der 1. AC Weiden um Weightlifting Shop-Athletin Annalena Schmidt (53/56/60x, 66/69x/69x) musste sich dem SV 90 Gräfenroda 0:3 geschlagen geben.

In Staffel C indes machte es die Athletenschmiede Kiel dem SGV Böbingen nach und fuhr ihren dritten Saison-Sieg in Serie ein – gegen KG Görlitz-Zittau gewannen die Kieler mit 515,6:345,2 Relativpunkten. „Auch wenn es punktetechnisch das bisher schlechteste Duell war, war es von der Stimmung her der beste Wettkampf der Saison. Görlitz war ein sehr sympathischer Gegner, das macht Lust auf mehr“, freute sich Sascha Tomkowiak, 1. Vorsitzender der Athletenschmiede.

Zudem sei das Ziel, die 500-Punkte-Marke zu knacken und die drei Punkte in Kiel zu lassen, erreicht worden. „Wir sind nun seit neun Wettkämpfen ungeschlagen und freuen uns schon auf das Duell gegen Eibau im Januar.“

Letztgenannte, die SG Fortschritt Eibau, hat indes beim Athletenteam Vogtland ihren zweiten Sieg in Serie eingefahren. Das Team um Weightlifting Shop-Athletin Nancy Ludwig (61/64/66, 75/79/82) schlug die Gastgeber mit 459,6:362 Relativpunkten (3:0). Den letzten Wettkampf in Staffel C gewann der AC Meißen knapp beim Berliner TSC. Die beiden Mannschaften trennten sich mit 391:388 Punkte (2:1).

Im einzigen Duell in Gruppe A von Liga zwei schlug der TSV Heinsheim den AC Weinheim deutlich mit 3:0 (602,7:532,9).

Du hast eine interessante Veranstaltung auf die Du hinweisen möchtest?
Dein Verein hat eine spannende Geschichte zu erzählen?
Du kennst eine Athletin oder einen Athleten, den wir unbedingt vorstellen sollten?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
Reddit
WhatsApp

MEHR NEWS

Das könnte dich auch interessieren