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Bundesliga Gewichtheben – Der Jahresabschluss steht bevor

Am kommenden Samstag finden in der Bundesliga Gewichtheben die letzten Wettkämpfe im Jahr 2022 statt. Während der SV Germania Obrigheim im Kampf um das Finale drei Punkte in Roding braucht, wollen der SVG Böbingen und die Athletenschmiede Kiel in Liga zwei als Spitzenreiter überwintern.

Ein letzter Wettkampftag steht für die AthletInnen der 1. und 2. Bundesliga an, bevor es für sie in die wohlverdiente Winterpause geht. Dabei ist für den SV Germania Obrigheim das kommende Duell beim TB Roding besonders wichtig, nach der knappen 1:2-Niederlage beim AC Mutterstadt braucht die Mannschaft vom Sportlichen Leiter Manuel Noe am Samstag dringend drei Punkte. „Im Vergleich zur letzten Saison, als wir in der Runde keinen Punkt verloren haben, aber dann im Finale die erste Niederlage hinnehmen mussten, ist der Wettkampf in Mutterstadt hoffentlich ein guter Weckruf gewesen. Verloren ist noch nichts, aber es darf in Richtung Finale nun nichts mehr schief gehen.“

Personell kann Noe für den Kampf in Roding aus den Vollen schöpfen. So haben die WM-Starter Nico Müller sowie die beiden Letten Arturs Plesnieks und Ritvars Suharevs den Wettkampf in Kolumbien gut überstanden und werden am Samstag Teil des Obrigheimer Teams sein. Auch Matthäus Hofmann, der sich im Sommer einer Operation unterziehen musste, findet langsam zu seiner alten Stärke zurück und wird seine Leistung im Vergleich zum Wettkampf in Mutterstadt wohl verbessern.

Nico Müller landete bei der WM in der gewichtsklasse bis 89 kg auf Rang sieben.

Doch trotz eines gut aufgestellten Kaders um Weightlifting Shop-Athletin Lena Tomkowiak wird der kommenden Gegner aus Roding keinesfalls vom Vize-Meister unterschätzt. „Roding ist speziell gegen uns immer sehr motiviert und konnte uns in den vergangenen Jahren oft richtig ärgern. Das darf dieses Mal natürlich nicht passieren. Deshalb fahren wir auch mit dem bestmöglichen Kader nach Roding und ich erwarte nach der Auftaktniederlage von der Mannschaft eine deutliche Reaktion. Die Mannschaft weiß, dass es ab jetzt gilt.“

Potsdam empfängt Speyer

In einem weiteren Duell treffen am Samstag Bundesliga-Neuling AC Potsdam und der AV Speyer aufeinander. „Zum einen kommt der amtierende Deutsche Meister zu uns, zum anderen eine Mannschaft, mit der uns eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet. Es wird ein Aufeinandertreffen von Freunden werden“ sagt ACP-Trainer Andreas Anker, der 1992 selbst für Speyer gestartet ist.

Potsdam weiß um die Underdog-Rolle, nichtsdestotrotz hat sich die Mannschaft das ein oder andere Ziel gesetzt. „Wir werden mit dem gleichen Team wie schon gegen Durlach antreten, doch ich erwarte, dass die HeberInnen noch ein paar Punkte draufsetzen werden, sodass wir deutlich über 650 Zähler erreichen.“

Der AV Speyer indes nimmt in diesem Duell die Favoritenrolle ein und will dieser auch gerecht werden. So sind für Samstag auch die beiden WM-TeilnehmerInnen Lisa Marie Schweizer und Simon Brandhuber – wenn auch sicherlich nicht mit Höchstleistungen – fest eingeplant. Mit der Belgierin Nina Sterckx und dem Spanier David Sanchez sind die Pfälzer zudem auf den Ausländerpositionen sehr gut aufgestellt. Für Milena Thiele indes kommt es in Potsdam zu ihrem Debüt für Speyer. „Jeder Kampf ist für uns ein Endkampf und muss 3:0 gewonnen werden. Was Potsdam erreichen kann, werden wir dann sehen. Wir haben nicht vor uns überraschen zu lassen“, betont Speyer-Abteilungsleiter Frank Hinderberger.

Lisa Marie schweizer (-71 kg) beendete die WM mit 102 kg im reißen und 118 kg im Stossen und wird am Samstag erneut auf der Wettkampfbühne stehen.

Mit einer Überraschung rechnet auch Anker erst einmal nicht, man müsse gegen den amtierenden Deutschen Meister realistisch sein und nicht versuchen, Bäume auszureißen. „Falls wir die Chance wittern sollten, werden wir natürlich dagegenhalten. Aber wir wissen, dass Speyer ins Finale will, und deswegen glaube ich, dass die Mannschaft sehr stark auftreten wird.“ Doch trotz eines sehr guten Gegners ist die Freude auf das Duell groß und die Gastgeber freuen sich, eine starke Speyer-Mannschaft in ihrer Halle begrüßen zu dürfen.

Schwere Aufgabe für Mutterstadt in Samswegen

Im Gegensatz zum SV Germania Obrigheim und dem AV Speyer hat der AC Mutterstadt das Glück nicht auf seiner Seite und muss am Samstag im Wettkampf beim SSV Samswegen auf zwei seiner WM-TeilnehmerInnen verzichten. So wird der Sportliche Leiter Stefan Mohr neben der deutschen Heberin Nina Schroth auch ohne den Niederländer Enzo Kuworge auskommen müssen. Max Lang indes, dessen WM-Wettkampf früh stattgefunden hat, wird am Samstag mit dabei sein. „Wir fahren zwar nicht in Bestbesetzung, aber trotzdem mit einer guten Mannschaft nach Samswegen. Dementsprechend können wir den Wettkampf entspannt angehen, schauen erst einmal nur auf unsere Leistung und sehen dann im Wettkampf, was Sache ist“, so Mohr.

Mit dem SSV Samswegen trifft der ACM auf eine der stärksten Mannschaften in dieser Saison. So hatte sich der SSV an den ersten beiden Wettkampftagen souverän in Schwedt und gegen Speyer durchgesetzt und musste dabei noch keinen Punktverlust hinnehmen. „Ich schätze Samswegen sehr stark ein, auch aufgrund der Neuzugänge Björn Günther und Annika Pilz. Der SSV ist für mich absoluter Finalfavorit.“

Schwedt gastiert in Chemnitz

Im vierten und letzten Duell des kommenden Bundesliga-Wettkampftages ist der TSV Schwedt beim Chemnitzer AC zu Gast. Während Erstgenannter seine ersten beiden Duelle beim TB Roding und gegen den SSV Samswegen 0:3 verloren hatte, konnte Chemnitz zum Saisonauftakt drei Punke aus Potsdam mitnehmen, musste sich daraufhin aber in Durlach geschlagen geben (0:3).

Böbingen und Kiel: Als Spitzenreiter ins neue Jahr

In Liga zwei indes werden zum Jahresabschluss sieben Wettkämpfe stattfinden. In Gruppe A wird es jedoch nur zu einem Duell kommen, hier werden der TSV Heinsheim und der AC Weinheim aufeinandertreffen. Die Begegnung des Aufsteigers aus Osnabrück und der zweiten Mannschaft vom AC Mutterstadt hingegen musste abgesagt werden, zehn Ausfälle konnte Mohr hier nicht kompensieren.

In Staffel B will der SGV Böbingen gegen den AC Suhl seinen dritten Sieg in Folge einfahren und so an der Tabellenspitze überwintern. „Ziel ist es mit einer Weißen Weste ins neue Jahr zu gehen. Doch Suhl wird im Vergleich zum Auftakt gegen den KC Lech definitiv stärker sein. Mit Yvonne Kranz neu im Team wird Suhl mindestens 40 Punkte mehr machen können“, schätzt Böbingen-Trainer Karsten Kluge den Gegner ein.

In den beiden weiteren Duellen in Gruppe B empfängt TB Roding II den TSV Waldkirchen und der 1. AC Weiden um Weightlifting Shop-Athletin Annalena Schmidt wird sich gegen den SV 90 Gräfenroda behaupten müssen.

Auch in Staffel C von Liga zwei stehen am Samstag drei Begegnungen auf der Agenda. So gastiert KG Görlitz-Zittau bei der Athletenschmiede Kiel und begibt sich damit auf eine fast siebenstündige Auswärtsfahrt.

„Wir freuen uns, dass Görlitz den weiten Weg nach Kiel auf sich nimmt und wir hoffen, dass wir zum Jahresabschluss einen schönen Wettkampf sehen werden. Unser Ziel ist es möglichst viele gültige Versuche auf die Bühne zu bringen und natürlich dir drei Punkte in Kiel zu lassen.“

Sascha Tomkowiak, 1. Vorsitzender Athletenschmiede Kiel

Mit einem Sieg gegen Görlitz-Zittau würden die Kieler wie auch Böbingen ihren dritten Sieg in Serie feiern und damit an der Tabellenspitze überwintern.

In den anderen beiden Wettkämpfen in Gruppe C werden dann noch der Berliner TSC und der AC Meißen sowie das Athletenteam Vogtland und Fortschritt Eibau um Weightlifting Shop-Athletin Nancy Ludwig aufeinandertreffen.

Folgende Wettkämpfe können auch per Livestream verfolgt werden:
LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 1. Bundesliga Gewichtheben: AC Potsdam – AV Speyer (18:45 Uhr)

LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 1. Bundesliga Gewichtheben: TB Roding – SV Germania Obrigheim (19:00 Uhr)

LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 2. Bundesliga Gewichtheben: Athletenschmiede Kiel – KG Görlitz-Zittau (16:45 Uhr)

LIVESTREAM AUF SPORTDEUTSCHLAND.TV | 2. Bundesliga Gewichtheben: SGV Böbingen – AC Suhl (19:45 Uhr)

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